Versorgungslücken schließen und die richtige Strategie für das Alter wählen
Altersvorsorge wurde traditionell bedingt immer über die jüngere Generation garantiert. Die Basis dafür waren eigene Kinder, genügend Wohnfläche sowie ein ausreichendes Vermögen. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich die Einstellung durch die Industrialisierung und die Unterstützungen des Staates stark gewandelt und die Verantwortung hat sich von der Familie hin zu mehreren Säulen verlagert. Seit den 90er Jahren steht die individuelle Verantwortung für die Absicherung im Vordergrund. Die gesetzliche Absicherung und die Versicherungsgruppen bilden heute einen maßgeblichen Anteil bei der Altersvorsorge. Eine erste Altersrente wurde im Bismark`schen Zeitalter eingeführt, die dann in den 50er Jahren auf das Umlageverfahren angepasst wurde. Bei dem Verfahren werden die eingezahlten Pflichtbeiträge für die laufenden Rentenzahlungen verwendet – ein Anspruch auf eine Rückzahlung der gesamten Beiträge besteht nicht, lediglich eine Anwartschaft auf zukünftige Rentenleistungen.
Die heutige Absicherung der Altersvorsorge wird in drei Bereiche eingeteilt.
Der erste Bereich beinhaltet die Pflichtbeiträge für die gesetzliche Rente, die Alterssicherung der Landwirte (AdL) und die Beamtenversorgung. Die gesetzliche Rente wird zum Beispiel immer stärker eingeschränkt, da das Rentenalter für die Jahrgänge ab 1964 bereits bei 67 Jahren liegt. Bei vorzeitiger Inanspruchnahme der Rentenleistung, wird pro Jahr ein Abschlag von 3,6 Prozent fällig.
Der zweite Bereich der Altersvorsorge ist die betriebliche Altersvorsorge, und die Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes über den jeweiligen Arbeitgeber, die so genannte ergänzende erwerbsbasierte Alterssicherung. Bei der betrieblichen Altersvorsorge werden fünf Durchführungswege angeboten: die Direktzusage, eine Pensionskasse, ein Pensionsfonds, die Unterstützungskasse und die Möglichkeit einer Direktversicherung.
Der dritte Bereich ist die private Vorsorge, damit zusätzlich Eigenkapital angespart wird, um die Versorgungslücke im Alter zu schließen. Sinnvoll sind Immobilienbesitz, Aktienfonds-Sparpläne, Kapitalverträge sowie die Riester- und Rürup-Renten, die steuerlich gefördert werden. Ein weiterer Baustein bei der Altersvorsorge ist die Berufsunfähigkeitsversicherung. Nach einem Unfall oder einem krankheitsbedingten Leiden ist es zu spät, die dann entstehende Versorgungslücke zu schließen und der Plan für die Altersvorsorge geht dann nicht mehr auf.



